Die wichtigsten Meldungen rund um Energieausweise, das kommende Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
und Förderprogramme von KfW und BAFA. Kuratiert aus offiziellen Quellen, englische Originale automatisch
ins Deutsche übersetzt. Tiefere Einordnung und Kommentare gibt's im 14-tägigen Newsletter.
Abkürzungen kurz erklärt — EPBD, GModG, GEG, KfW & Co.
A–G-Skala
Die neue, EU-weit einheitliche Energieausweis-Skala, die ab 2026 die bisherige deutsche Skala A+ bis H ersetzt. Klasse A = Nullemissionsgebäude, Klasse G = die schlechtesten 15 % des nationalen Bestands.
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle — bearbeitet Zuschuss-Anträge für Heizungstausch, Sanierung und Energieberatung (z.B. BEG-EM, Energieberatung für Wohngebäude).
BBSR
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung — Forschungseinrichtung des Bundesbauministeriums; betreibt unter anderem das Online-GEG-Portal.
BEG
Bundesförderung für effiziente Gebäude — der Förderrahmen für KfW-Kredite (BEG WG, BEG NWG) und BAFA-Zuschüsse (BEG EM) bei Sanierung, Heizungstausch und Effizienzhäusern.
BfEE
Bundesstelle für Energieeffizienz — beim BAFA angesiedelt, koordiniert die nationale Umsetzung der EU-Energieeffizienzpolitik und vertritt Deutschland in den Concerted Actions zu EPBD und EED.
BMWE
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie — zuständig für Energie- und Klimapolitik (KfW-Programme, BEG, GEG/GModG mit dem BMWSB).
BMWSB
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen — zuständig für Bauwesen, GEG/GModG und das BBSR.
BPIE
Buildings Performance Institute Europe — Brüssel-basierter Think-Tank für Gebäudeeffizienz, fachliche Stimme zur EPBD-Umsetzung in EU-Mitgliedstaaten.
EPBD
Energy Performance of Buildings Directive — die EU-Gebäuderichtlinie zur Gebäudeeffizienz. Schreibt unter anderem den Energieausweis vor; aktuelle Fassung ist die novellierte Richtlinie 2024/1275 (Umsetzungsfrist 29. Mai 2026).
GEG
Gebäudeenergiegesetz — das aktuell geltende deutsche Gesetz für Energieanforderungen an Gebäude (in Kraft seit November 2020). Wird voraussichtlich Juli 2026 vom GModG abgelöst.
GModG
Gebäudemodernisierungsgesetz — das deutsche Nachfolgegesetz zum GEG, voraussichtlich ab Juli 2026 in Kraft. Setzt die EPBD-Novelle in nationales Recht um und enthält die neuen Energieausweis-Regeln.
iSFP
individueller Sanierungsfahrplan — ein BAFA-geförderter Sanierungsplan vom zertifizierten Energieberater. Mit iSFP erhöhen sich BEG-Tilgungs-/Förderzuschüsse um 5 % („iSFP-Bonus").
KfW
Kreditanstalt für Wiederaufbau — Förderbank des Bundes; vergibt zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen für Sanierung und Effizienzhaus-Neubau (BEG WG, KfW 261/458 etc.).
MEPS
Minimum Energy Performance Standards — Mindesteffizienzstandards für Gebäude. Auf EU-Ebene für Nichtwohngebäude verpflichtend: 16 % der schlechtesten Bestände sanieren bis 2030, 26 % bis 2033.
WPB
Worst Performing Buildings — die schlechtesten Energieeffizienz-Klassen im Bestand (Klasse F/G). KfW vergibt einen WPB-Bonus mit höherem Tilgungszuschuss bei Sanierung dieser Klassen.
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Weniger 65-%-Pflicht beim Heizungstausch, mehr Lebenszyklus-Bilanz, neue NWG-Beratung — wir fassen die Auswirkungen für die wichtigsten Berufsgruppen zusammen.
Bestehende Energieausweise bleiben gültig. Heizungen vor Inkrafttreten ohne Bio-Treppe. NWG ab 1996 von Renovierungspflicht ausgenommen. Inkrafttreten gestaffelt.
Energieausweise und Lebenszyklus-Berichte müssen künftig maschinenlesbar vorliegen. Intelligentes Laden wird Pflicht. Smart-Readiness wird Energieausweis-Bestandteil.
Eine bundesweite Solarpflicht zieht stufenweise ein — von neuen öffentlichen NWG ab 2027 bis zu Wohngebäuden ab 2030. Parallel: Vorverkabelung und Ladepunkte nach GEIG.
Bestandsobjekte mit besonders schlechter Energiebilanz müssen ab 2030 saniert werden. Neue öffentliche NWG müssen als Nullemissionsgebäude errichtet werden.
Ab 2028 müssen Neubauten über 1000 m² eine Lebenszyklus-Treibhausgasbilanz vorweisen, ab 2030 alle Neubauten. Berechnet wird nach DIN SPEC 91606: 2026-07.
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